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Fernglas für die Jagd wählen: Worauf es wirklich ankommt
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Fernglas für die Jagd wählen: Worauf es wirklich ankommt

Hunters Club 21. August 2026 3 Min. LesezeitDE
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Ich benutze seit drei Jahren dasselbe Fernglas, und ich habe genug Jagdkollegen erlebt, die ihr erstes Modell zurückgegeben haben, weil es nicht zu ihrer Art der Jagd passte. Ein Fernglas auszuwählen ist nicht kompliziert, aber ein paar Entscheidungen wiegen im Nachhinein schwer.

Vergrößerung und Objektivdurchmesser

8x42 ist nicht ohne Grund der Standard. 8-fache Vergrößerung liefert ein ruhiges Bild, auch nach stundenlangem Pirschen. Eine 42mm-Objektivlinse ist groß genug, um ausreichend Licht einzufangen, ohne das Gerät unhandlich zu machen. Größere Linsen, etwa 50 oder 56mm, sammeln mehr Licht - das merkt man vor allem in der Dämmerung. Doch dieses Mehr an Licht bringt zusätzliches Gewicht und Volumen mit sich. Eine höhere Vergrößerung als 8x oder 10x klingt auf dem Papier attraktiv, aber ein Handbild wird mit zunehmendem Zoom unruhiger. Für die meisten Jagdreviere, ob Wald oder offenes Feld, bleibt 8x42 die beste Balance.

Warum die Lichtstärke wirklich zählt

Wild ist rund um Sonnenaufgang und Sonnenuntergang am aktivsten - genau dann, wenn das Licht am schlechtesten ist. Ein Fernglas, das im Laden scharf wirkt, kann im Wald bei Dämmerlicht plötzlich versagen. Achten Sie auf die Linsenvergütung und die Glasqualität, nicht nur auf die Zahlen auf der Verpackung. Ein Modell aus der Mittelklasse mit guter Vergütung schlägt in der Dämmerung oft ein günstigeres Gerät mit größerem Objektiv.

Das Gewicht hängt davon ab, wie Sie jagen

Hier treffen viele die falsche Wahl. Wer stundenlang pirscht, spürt jedes zusätzliche Gramm. Ein kompaktes 8x32 oder ein leichteres 8x42 lohnt sich dann, auch wenn man dafür etwas Lichtstärke opfert. Wer hauptsächlich vom Hochsitz aus jagt, für den spielt das Gewicht kaum eine Rolle - dann kann man bedenkenlos zu einem schwereren Modell mit größeren Linsen und besserem Bild greifen. Ich selbst habe den Fehler gemacht, mich für das schwerste, lichtstärkste Modell zu entscheiden, obwohl ich überwiegend pirsche - nach ein paar Stunden fühlte sich das Ding wie ein Ziegelstein um den Hals an.

Wasserdicht und beschlagfrei: keine Kür

Ein mit Stickstoff oder Argon gefülltes, sauber abgedichtetes Gehäuse ist kein Extra, sondern eine Grundvoraussetzung. Man jagt nicht nur bei schönem Wetter, und ein Fernglas, das an einem kalten, feuchten Morgen von innen beschlägt, ist genau dann wertlos, wenn man es braucht. Das sollte man prüfen, bevor man sich mit irgendetwas anderem beschäftigt.

Ferngläser mit Entfernungsmesser: beeindruckend, aber nicht für jeden

Ferngläser mit eingebautem Laser-Entfernungsmesser haben sich in den letzten Jahren stark verbessert und sind mittlerweile eine ernsthafte Option für alle, die regelmäßig auf größere Distanz schießen. Man misst die Entfernung, ohne das Glas abzusetzen, was im Feld tatsächlich Zeit spart. Aber der Preisunterschied zu einem gewöhnlichen Fernglas ist erheblich, und das Gerät wird schwerer und größer. Wer überwiegend auf kurze bis mittlere Distanz jagt, für den ist dieses Geld oft anderswo besser angelegt. Das teuerste Modell ist nicht automatisch das richtige - das hängt davon ab, wie und wo man jagt.

Foto: Roblafo, via Wikimedia Commons (CC BY 4.0)

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